Digitalsprechstunde

Themen

  • 11.2.2026, 15 Uhr: Was ist das Internet? Und was kann ich damit anfangen?

wir suchen DigitalhelferInnen

Viele ältere Menschen möchten Smartphone, Tablet oder Computer besser nutzen – brauchen dafür aber jemanden, der erklärt und hilft. Wir suchen ehrenamtliche Digitalhelferinnen und Digitalhelfer, die ihr Wissen weitergeben und Senioren bei digitalen Fragen unterstützen.

Zeitaufwand: 1 x monatlich 90 Minuten, jeweils Mittwoch 15 Uhr oder Termin nach Vereinbarung oder Hausbesuch nach Vereinbarung

Besondere Qualifikationen sind nicht nötig. Wichtig ist, dass man selbst sicher mit Smartphone, Tablet oder Computer umgeht und Freude daran hat, Dinge ruhig und verständlich zu erklären. Die Fragen der Seniorinnen und Senioren betreffen meist ganz grundlegende Funktionen des digitalen Alltags – dafür reicht Alltagserfahrung völlig aus.

Falls jemand mehr will, also beispielsweise kommentierte Ausflüge ins Internet unternehmen um zu zeigen, was alles geht, gibt es hier zur Anregung ein modular aufgebautes Bildungsangebot von „Smart Surfer“ auf den Seiten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Sparkasse online

Eigentlich hatten wir darauf gesetzt, dass die Sparkasse UM ihre angekündigte Unterstützung für die digitale Teilhabe älterer Menschen verwirklicht. In der Pressemitteilung zur Schließung der Sparkassenfiliale in Boitzenburg vom 27. März 2023 hieß es ja:


„Die Sparkasse Uckermark wird betroffene Kunden in „neue“ Techniken begleiten…. Es ist uns wichtig, auch Kunden mitzunehmen, die unter Umständen noch nicht so digital unterwegs sind.“


Leider gab es zunächst gar keine Antwort. Wir haben also selbst ein Format entwickelt und drei Schulungen mit jeweils ca. 20 Seniorinnen und Senioren durchgeführt. Die Themen des ersten Treffens waren Mobiltelefon-Grundlagen, Apps und praktische Anwendung. Es gab etliche SeniorInnen, die mit ihren neuen Mobiltelefonen und mit den vorinstallierten Apps schon ganz gut umgehen konnten. Bei den Versuchen, Apps für das Online Banking, aber auch WhatsApp, Online-Apotheken und dergleichen zu installieren, wurde es schwieriger.

Nach mehrfacher Rückfrage bei der Geschäftsführung der Sparkasse ergab sich schließlich ein Gespräch mit dem Filialleiter in Templin, der durchaus guten Willens war, aber auch zugab, dass die 15 % älterer Sparkassenkunden für die Digitalisierung als „verloren“ galten. Ein Programm für die digitale Mitnahme gebe es nicht, aber er werde sich darum kümmern, dass uns jemand unterstützt.

Zum nächsten Termin kam eine sehr junge Mitarbeiterin der Sparkasse und führte die SeniorInnen in die Bedienung der Sparkassen-App ein. Sie gab sich sehr viel Mühe, allerdings tauchten auch ungewohnte Fragen auf, von denen sie überfordert war. Mehr denn je brauchen wir für unsere älteren MitbürgerInnen ein tragfähiges, dauerhaftes Konzept für niedrigschwellige Schulung und individuelle Begleitung.



Nun gibt es da ein vorbildliches Programm „DigitalPakt Alter“ der Brandenburgischen Landesregierung, auch die Stiftung Ehrenamt oder „Engagiertes Land“ könnten Mittel bereitstellen, mit dem wir Lernmaterial, DozentInnen, Notfallhilfe, Raummiete und Aufwandsentschädigungen finanzieren könnten – aber: Allen Finanzierungsmöglichkeiten gemeinsam ist, dass weder die Gemeinde noch „Pflege vor Ort“ (keine Institution, sondern ein Programm) als Antragsteller in Frage kommen, sondern nur eine gemeinnützige Institution wie beispielsweise der Förderverein.

Elli Horn und Holger Siemann

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